Erinnert ihr euch noch an den vor drei Wochen auf eBay aufgetauchten Prototyp eines MacBook Pros aus dem Jahre 2007 mit eingebautem 3G-Modul und zugehöriger Antenne? Aufgrund von offensichtlichen Design-Schwächen des Geräts erblickte Selbiges vermutlich nie das Licht der Apple Stores. Zwar wurde der Prototyp soweit repariert, dass der 3G-Adapter vom System erkannt wird, eine Verbindung zum Datennetz ließ sich aber nie herstellen.
Das Gerät, welches kurz vor dem durch Apple veranlassten Abbruch der Aktion fast auf 70.000 $ kletterte, wird nun wohl wieder zurück zu Apple wandern — erhoffen diese sich jedenfalls. So kontaktierte man kürzlich den Besitzer Carl Frega, welcher das MacBook einem Apple Store oder aber einem Kurier von Apple aushändigen soll. Mindestens ebenso interessant ist aber die Geschichte drum herum:
Frega, welcher in der Highschool begann alte Computer, Fernsehgeräte und deren Zubehör aufzukaufen, zu reparieren und dann wieder zu Geld zu machen, erhielt das MacBook über das Anzeigen-Netzwerk Craigslist. Als er das Gerät zuhause untersuchte, entdeckte er neben der schon ersichtlichen Antenne auch einen SIM-Karten-Slot. Zudem waren sämtliche Teile des Innenlebens nicht als solche von Apple erkennbar. Daraufhin suchte er in den Foren von Anandtech Rat, reparierte das Gerät, installierte Mac OS X Snow Leopard und verkaufte das 3G-MacBook wieder über Craigslist.
Der neue Besitzer suchte aber aufgrund “verschiedener Probleme” bereits einige Tage später den Apple Store in Raleigh, N.C. auf. Als die Mitarbeiter der Genius Bar das Gerät vor Ort öffneten, bemerkten diese natürlich ebenso, dass das Innenleben eher an Frankenstein als an ein offizielles Apple-Gerät erinnert.
Opened machine to observe that nearly every internal part was third party; main logic board, optical drive, display, hard drive, top case, and others. Machine serial number (W8707003Y53) is also not recognized as a valid number.
Der zweite Käufer kontaktierte nun wieder Frega und warf ihm vor, dass er gefälschte Ware verkaufen würde. Kurz danach erhielt dieser sogar eine Einladung für die Gerichts-Show Judge Mathis, dessen Produzenten den Fall offensichtlich interessant genug für ihre Sendung fanden. Frega lehnte ab, musste aber aufgrund eines von einem echten Richter verhängten Urteils 740 $ Strafe zahlen, erhielt das MacBook allerdings auch wieder zurück.
Das letzte Glied in der Kette ist die bekannte Ebay-Auktion, die einen wohl nicht ganz so stark erwarteten Ansturm und leider auch die Aufmerksamkeit von Apple auf sich zog. Ob Frega für seinen Aufwand sowie seine Ausgaben entschädigt wird, kommentierte Apple bislang nicht.
[via]
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Quelle: apfeltech.net































